MEGADETH BIOGRAFIE

Mit weltweit über 20 Millionen verkaufter Platten, 9 Top 40 Alben, 18 Top 40 Mainstream Rock Singles und 7 Grammy Nominierungen zählen Megadeth zu einer der erfolgreichsten Heavy Metal Bands aller Zeiten. Von den "Big Four" der Thrash Metal Szene: Megadeth, Metallica, Anthrax und Slayer stehen Megadeth hinsichtlich Verkaufszahlen und kommerziellem Erfolg nur Metallica nach. Als ein früher Pionier des Thrash Metal haben Megadeths erfolgreichstes LineUp - Dave Mustaine, Nick Menza, David Ellefson & Marty Friedman den Weg für extreme Metal Bands der späten Achtziger und frühen Neunziger geebnet. Megadeth wird von vielen Bands als Einfluss genannt, darunter Pantera, Arch Enemy, Lamb of God und In Flames. Wir berichten Euch in unserer Biografie ausführlich über die Geschichte der Band rund um Mastermind Dave Mustaine.

KILL 'EM ALL


Dave Mustaine, seines Zeichens Sänger, Gitarrist, Hauptsongwriter, Egomane, Teilzeit-Junkie und Gründer von Megadeth hat vor seiner Karriere mit den Megatoten noch in einer anderen Garagencombo seine Leads gezockt. Die Rede ist natürlich von Metallica. Zusammen mit James Hetfield, Lars Ulrich und Ron McGovney (später Cliff Burton) hat er 1982 die ersten Metallica Gigs gespielt und war an den Aufnahmen der berüchtigten No Life Til Leather Demos beteiligt, zu denen er auch reichlich Riffs und Solis beisteuerte, bis er ein Jahr später im April 83 gefeurt und durch Kirk Hammett von Exodus ersetzt wurde.

Knapp 2 Monate nach seiner Entlassung, aufgrund von exzessiver Sauferei und Kokainkonsums, was in aggressiven, unberechenbaren Verhaten mündete und zu Konflikten mit seinen damaligen Band-Kollegen führte, gründete Mustaine seine eigene Combo: Megadeth. Mit an Bord holte er sich den Bassisten David Ellefson, der sein längster Weggefährte werden sollte, sowie Gitarrist Greg Handevidt und Drummer Dijon Carruthers. Mustaine später dazu: "Als ich von Metallica gefeuert wurde, wollte ich Blut. Ihr Blut. Ich wollte schneller und heftiger sein als Sie."

Angetrieben von dem Verlangen nach Rache erhöhte Mustaine die Intensität seiner Musik. Die Veröffentlichung einiger seiner songs durch Metalia auf Kill 'EM All, brachte Dave zusätzlich in Rage. Der bereits vorhandene Song "The Mechanix" wurde von Mustaine kurzum in ein deutlich schnelleres Gewand gepackt als der etwas langsamere, von Metallica zuvor als "The Four Horsemen" veröffentlichte Song. Nachdem sich die Suche nach einem geeigneten Sänger als erfolglos erwies, entschloss sich Mustaine selber zu singen und neben seiner Rolle als Co-Lead- und Rhytmus Gitarrist auch die Texte zu schreiben.

1984 haben Megadeth ihre ersten 3 Demo Songs, "Last Rites/Loved to Death", "Skull Beneath the Skin" und "Mechanix", eingespielt. Zum LineUp zählten damals neben Mustaine, Ellefson und Rausch. Kerry King, der später mit Slayer zu Ruhm gelangen sollte, wurde für einige Konzerte als Übergangslösung präsentiert. Lee Rausch wurde nach wenigen Konzerten von Fusion Drummer Gar Samuelson ersetzt. Die vielversprechenden Demo Aufnahmen verhalfen Megadeth zu ihrem ersten Plattenvertrag beim New Yorker Independent Label Combat Records. Im Dezember komplettierte dann der Gitarrist Chris Poland, ein guter Freund von Gar Samuelson das erste richtige Megadeth LineUp.


KILLING IS MY BUSINESS... AND BUSINESS IS GOOD


Anfang 1985 hat Combat Records der Band knapp 8000$ in die Hand gedrückt um ein Debut Album aufzunehmen. Nachdem man den größten Teil für Drogen und Alkohol auf den Kopf gehauen hatte, war die Band auf halber Strecke gezwungen Ihren Produzenten auf die Straße zu setzen und das Album kurzum in Eigenregie zu produzieren. Trotz der einhergehenden miesen Produktion, fand das im Mai 1985 veröffentlichte Debut Album "Killing Is My business... and Business Is good!" schnell viele Anhänger in der Thrash und Speed Metal Szene.

Das Album kam auch mit dem ersten von vielen Cover Songs daher: eine Speed-Metal Version von Nancy Sinatras Klassiker "These Boots Are Made For Walking", dessen Lyrics Mustaine für seine Zwecke umgeschrieben hat. Der Song sollte viele Jahre später noch für Kontroversen sorgen, denn Songwriter Lee Hazlewood befand Mustaines Umdichtungen als "abscheulich und abstoszlig;end" und forderte unter
Megadeth - Killing Is My Business
Megadeth - Killing Is My Business
Drohung rechtlicher Schritte den Song von allen neuen Pressungen nach 1995 zu entfernen. Man beugte sich der Forderung, doch 2002 im Zuge eines Re-Release, hat der Song dann doch den Weg zurück aufs Album geschafft, allerdings in einer mit "Beeps" zensierten Version. In den Linernotes der neuen Pressung machte Mustaine dann seinem ärger auch freie Luft, indem er Hazlewood dafür kritisierte, erst 10 Jahre nach der Veröffentlichung und viele Royalty Dollar später Einwände vorgebracht zu haben.

Im Sommer 1985 ist die Band erstmals auf Tour durch Kanada und die USA gezogen um zusammen mit Exciter das Debut Album seiner Anhängerschaft vorzustellen. Während der Tour verließ Chris Poland unerwartet die Band und wurde durch den Gitarristen Mike Albert ersetzt. Poland stieß im Oktober 1985 jedoch wieder zur Band, kurz bevor man sich an die Aufnahmen zum zweiten Album machte..


PEACE SELLS... BUT WHO’S BUYING?


Das zweite Album bedeutete dann auch jede Menge Druck für Megadeth wie Mustaine später zu verstehen gab: “Das Zweite Album ist das Alles oder Nichts Album. Entweder du gehst zum nächsten Level oder es ist der Anfang vom Ende für eine Band”. Megadeth entschlossen sich für ersteres und lieferten mit Peace Sells… But Whos Buying eine der gefeiertesten Platten der Thrash Szene. Die Songs wurden in einer relativ kurzen Schaffensphase in einem alten Lager südlich von Los Angeles einstudiert, bevor die Aufnahmen begannen. Mustaine komponierte die Musik und seine Mitstreiter steuerten Ihre Arrangements bei. Das Album wurde mit einem etwas größeren Budget von 25.000 USD von Combat Records produziert, trotz der Steigerung zum Vorgänger eine zu starke Limitierung wie die Band befand, woraufhin man sich kurzerhand von Combat Records trennte und bei Capitol Records unterschrieb. Capitol kaufte die Rechte an dem bereits produzierten Material und heuerte den Produzenten Paul Lani an, um das Album neu zu mixen.

Das 1986 veröffentlichte Peace Sells.. But Whos Buying zeichnete sich vor allen Dingen durch eine klarere Produktion und ein anspruchsvolleres Songwriting aus. Mustaine wollte im Gegensatz zu vielen anderen Heavy Metal Mainstream Bands seiner Zeit inhaltlich ein tiefgründigeres Album schaffen und nicht wie damals üblich hedonistische Vergnügen besingen. So wurde das Album für seine politischen Botschaften wohlgewollen rezensiert und verhalf Megadeth zu einer größeren Fanbase. Der Titeltrack des Albums wurde mit einem Musik-Video veröffentlicht und bekam regelmäßigen Airplay auf MTV.

Im Februar 1987 wurden Megadeth zunächst als Opener für Alice Coopers Constrictor Tour angeheuert, bevor die Band auf eine eigene 72 Wochen lange Tour zusammen mit Overkill und Necros aufbrach. Während dieser Tour machten sich Probleme mit Samuleson breit, der durch seinen exzessiven Drogenkonsum nicht mehr in der Lage war die Tour zu Ende zu bringen. Mustaine und Ellefson, beide selbst keine Kinder von Traurigkeit was den Konsum von bewusstseinserweiternden Substanzen anging, entschlossen sich dem Drogengebahren Ihrer Kollegen nicht mehr weiter zuzusehen und feuerten Samuelson und auch Poland, der ebenfalls aufgrund seiner Heroinabhängigkeit immer wieder mit Mustaine aneinander geriet. Poland wurde sogar beschuldigt Bandequipment verkauft zu haben, um seinen Drogenkonsum zu finanzieren.

Nachdem man einige Kandidaten zur Nachfolge von Poland austestete, entschied man sich schließlich über Umwege für Jeff Young, den Gitarrenlehrer von Jay Reynolds, der sich kurze Zeit zuvor bei Megadeth probierte. Samuelson wurde durch Chuck Behler ersetzt.


SO FAR, SO GOOD... SO WHAT!


Mit dem Budget eines Major Labels im Rücken, benötigten die Arbeiten an So Far, So Good… So What! ca. 5 Monate. Die Produktion litt insbesondere unter dem schweren Verhältnis, dass Mustaine zu Produzent Paul Lani entwickelte und dem ausartetendem Drogenkonsums Mustaines. Mustaine geriet diverse Male mit Lani aneinander, insbesondere weil Lani darauf bestand die Schlagzeugtrommeln separat von den Becken aufzunehmen, ein ziemlich ungewöhnlicher Vorgang für Rock Drummer. Lani wurde daraufhin schlussendlich durch Michael Wagner ersetzt, der das Album später neu mixte.

So Far So Good So What wurde im Januar 1988 veröffentlicht und durfte sich positiver Kritiken von Fans und Medien erfreuen. Das Album beinhaltete mit Anarchy In The UK ein Sex Pistols Cover, welches leicht abweichende Songtexte zum Orginal beinhaltete. Mustaine gab später zu Protokoll, dass er den Text schlichtweg falsch verstanden hatte.

Nach einer gemeinsamen Tour mit Dio durch Europa und als Support von Iron Maiden bei deren “Seventh Tour of A Seventh Tour” durch die USA, spielten Megadeth im August beim Monsters of Rock Festival in Donington Park vor über 100.000 Fans. Während einer Show trat sogar Metallica Drummer Lars Ulrich als Gast auf, nicht selbstverständlich nach derer gemeinsamer Geschichte und dem gegenseitigem Bashing über diverse Medien. Die Monsters of Rock Tour musste man jedoch frühzeitig wieder verlassen, da sich David Ellefson aufgrund seiner Drogenprobleme in Behandlung begeben musste.

Während einer Show in Antrim in Nordirland widmete Mustaine verwirrt und besoffen den Song “Anarchy In The UK” “for the cause of giving Ireland back to the Irish”. Dies führte zu Ausschreitungen und Kämpfen zwischen Katholiken und Protestanten unter den Besuchern. Die Band musste für die restlichen Irland und Nordirland Konzerte in einem gepanzerten Bus reisen. Mustaine sagte dazu später, dass er ein Bootleg T-Shirt mit dem Aufdruck “The Cause” falsch interpretiert hatte. Dieser Vorfall inspirierte später den Song “Holy Wars… The Punishment Due”.

Kurz nach den Monsters of Rock Auftritten feuerte Mustaine Behler und Young und cancelte die angesetzte Australien Tour. Er erinnerte sich dazu später: “Auf der Straße haben sich die kleinen Plänkeleien zu einem erbitterten Krieg aufgebauscht.” Nick Menza der Drum Techniker von Behler übernahm den Posten hinter der Schießbude, während der Posten von Young zunächst vakant blieb. Young musste die Band spontan verlassen, weil Mustaine vermutete, dass er eine Affäre mit seiner damaligen Freundin hatte, was Young aber stets bestritt.

Ein schneller Ersatz für Young konnte nicht gefunden werden, weshalb man sich dazu entschloss sich zunächst einem anderen Projekt zu widmen: Für den Soundtrack von Wes Cravens Horrorfilm “Shocker” nahm man den Alice Cooper Song “No More Mr Nice Guy” neu auf und drehte zu selbigem ein Musik Video. Die Produzentin des Musik Videos, Penelope Spheeris, bezeichnete die Zusammenarbeit mit Mustaine damals als Herkules Aufgabe, da Mustaine aufgrund seiner Drogenabhängigkeit kaum dazu in der Lage war eine Gitarre zu halten…

Im Juni 1988 wurden Megadeth zudem in der Dokumentation “The Decline of Western Civilization Part II: The Metal Years” von Spheeris porträtiert, was Mustaine jedoch als ziemliche Enttäuschung verbuchte, da man in eine Reihe mit “ziemlich beschissenen Bands” erwähnt wurde. Während der Auditionen für einen neuen Gitarristen im März 1989 wurde Mustaine verhaftet, da er unter Drogeneinfluss in ein parkendes Auto raste, in dem ungünstigerweise ein Cop saß der gerade außer Dienst war. Mustaine bekam daraufhin vom Gericht einen Reha-Aufenthalt verordnet, was den Nebeneffekt hatte, dass Mustaine das erste Mal in über 10 Jahren clean wurde.


RUST IN PEACE


Mit einem nüchternem Mustaine an Bord machte man sich also auf die Suche nach einem neuen Lead Gitarristen. Unter den Kandidaten zur Nachfolge von Jeff Young waren so illustre Namen wie Lee Altus von Heathen und Eric Meyer von Dark Angel. Letzterer bekam sogar ein Angebot der Band beizutreten, entschloss sich jedoch dafür lieber bei Dark Angel zu bleiben. Auch Guns N Roses Gitarrist Slash war bei Megadeth im Gespräch und trotz vieler Anzeichen, die auf eine anstehende Zusammenarbeit hindeuteten, entschloss er sich bei den seinerzeit überaus erfolgreichen Gunners zu bleiben. Auch Dimebag Darrell von Pantera lehnte es ab Megadeth beizutreten, da man seiner Forderung nicht entsprechen wollte auch seinen Bruder Vinnie Paul zu engagieren.

So entschied man sich letztendlich für Marty Friedman, der auf Empfehlung von Ron Laffitte, einem Angestellten von Capitol Management ins Gespräch gebracht wurde. Friedman war seinerzeit durch sein Solo Projekt Dragons Kiss bekannt, welches er neben seiner Tätigkeit als Gitarrist bei Cacophony veröffentlichte. Mustaine und Ellefson waren zufrieden mit Friedmans Style und damit, dass er die musikalische Ausrichtung der Band zu verstehen schien. Mit Friedman an Bord vervollständigte man das von Fans als “richtige Megadeth LineUp” bezeichnete LineUp, welches auch das längste Verfallsdatum haben sollte.

Die wiederbelebte Band ging im März 1990 zusammen mit Mike Clink in die Rumbo Studios, um das bis heute meistgefeierte Album der Band zu produzieren: Rust In Peace. Erstmals arbeitete man als Band zusammen im nüchternen Zustand an einem Album, wodurch viele Probleme früherer Produktionen vermieden werden konnten. Clink wurde so auch der erste Megadeth Produzent, der nicht gefeuert wurde. Die Aufnahmen wurden seinerzeit dokumentiert und können auf dem Video “Rusted Pieces” bestaunt werden, welches 1991 veröffentlicht wurde und neben 6 Musik Videos auch viele Interviews der Band enthält.

Rust In Peace erschien bereits im September 1990 und debütierte auf Platz 23 in den USA und Platz 8 in England. Mustaine entwickelte auf dem Album erstmals einen rhythmisch sehr komplexen Stil, mit einem progressiven Hauch sowie Songs mit sehr langen Gitarrensoli und häufigen Rythmuswechseln. Von dem Magazin Decibel als “Genre-definierendes” Werk gefeiert, festigtete es Megadeths Ansehen in der Musikindustrie und es folgte eine Grammy Nominierung für die beste “Metal Performance”. Auch auf MTV fanden die beiden Musik-Videos zu Holy Wars… the Punishment Due und Hangar 18 große Beachtung. Das Album wurde im Dezember 1994 mit Platin ausgezeichnet.

Anfang 1990 starteten die amerikanischen Thrash Metal Bands Testament, Suicidal Tendencies, Slayer und Megadeth auf Vorschlag von Slayer zur erfolgreichen Clash of the Titans Tour durch Europa. In Amerika tourten auf gleichnamiger Multi-Headliner-Tour Megadeth, Slayer, Anthrax und Alice In Chains, die jeweils den Headlinerposten wechselten. Zusätzlich waren Megadeth Ende 1990 zusammen mit Judas Priest in Nordamerika unterwegs und spielten beim 2. Rock In Rio Festival im Januar 1991.


COUNTDOWN TO EXTINCTION


Die Aufnahmen für das 5. Megadeth Album begannen im Januar 1992 in den Enterprise Studios in Burbank, Kalifornien. Max Norman wurde als Produzent ausgewählt, da man sehr zufrieden war mit dem Mix der Rust In Peace für die er sich ebenfalls verantwortlich zeichnete. Megadeth haben nahezu 9 Monate an Ihrem Rust In Peace Nachfolger gearbeitet und mit Countdown To Extinction das kommerziell
Megadeth 1992: Countdown To Extinction
Megadeth - Countdown To Extinction
erfolgreichste Album der Band geschaffen. Das Album, dessen Titel von Nick Menza ausgewählt wurde, zeichnet sich vor allen Dingen auch dadurch aus, dass erstmals alle Bandmitglieder am Songwriting Prozess beteiligt wurden. Ellefson gab später bekannt, dass man das Songwrtiting dahingehend änderte um melodischere Songs zu schreiben.

Im Juli 1992 veröffentlicht, debütierte das Album direkt auf Platz 2 der US-Charts und erreichte nach kurzer Zeit Doppel-Platin Status. Insbesondere auch der kommerzielle Erfolg außerhalb der USA verhalf der Band dort zu einer größeren Anhängerschaft. Neben einer Grammy Award Nominierung 1993 gewann der Titeltrack den Genesis Award, eine Auszeichnung der Humane Society, für die Sensibilisierung für Tierschutz und Tierrechte. Ellefson gab jedoch später zu, dass er und Friedman sehr enttäuscht waren, dass Sie den Grammy letztendlich nicht gewinnen konnten.

Mitte 1993 spielten Megadeth erstmals einige Konzerte zusammen mit Metallica so zum Beispiel beim Milton Keynes Bowl in England, wo auch Diamond Head, eine frühe Inspirationsquelle der beiden Bands mit am Start war. Im Juli brachen Megadeth zusammen mit Aerosmith auf deren “Get A Grip Tour” auf, wurden jedoch bereits nach 3 Konzerten wieder vom LineUp gestrichen, aufgrund von Verhaltensstörungen Mustaines, wie aus Aerosmith-Kreisen verlautbar wurde. Nach der gecancelten Tour gingen Megadeth zurück ins Studio um “99 Ways To Die” aufzunehmen, welches auf dem “the Beavis and Butt-head Experience” Album veröffentlicht wurde. Während der Aufnahmesession entstand zusätzlich ein Cover von Black Sabbaths Paranoid, welches später auf dem Album Nativity Black erschien. Beide Songs wurden für einen Grammy nominiert.


YOUTHANASIA


Im Frühjahr 1994 hat sich die Band erneut zusammengefunden um zusammen mit Produzent Max Norman den Countdown To Extinction Nachfolger einzuspielen. Da sich zu diesem Zeitpunkt 3 Bandmitglieder in Arizona angesiedelt hatten, entschied man sich dazu die Arbeiten in den Phase Four Studios von Phoenix zu starten. Nach wenigen Tagen sah man sich jedoch gezwungen das Studio wieder zu verlassen, da sich das Equipment als nicht brauchbar erwies. Die erfolglose Suche nach einem neuen Studio in Arizona hatte schließlich zur Folge, dass man kurzum sein eigenes Studio in einer alten Lagerhalle aufbaute, welches man später “Fat Planet in Hangar 18” taufte. Während der Bauarbeiten am neuen Studio wurden sämtliche Songwriting Ideen und Arrangements im Vintage Recorders in Phoenix aufgenommen.

Auf Normans Vorschlag, wurde das Album in einem etwas langsameren Tempo aufgenommen, bei in etwa 120 Beats die Minute. Die Band verwarf auch den zuvor gefeierten progressiven Ansatz hin zu stärkeren Gesangsmelodien und mehr zugänglichen radiofreundlichen Arrangements. Zum ersten Mal haben Megadeth auch sämtliche Tracks im Studio geschrieben und arrangiert sowie dabei einige Tracks gemeinsam live eingespielt. Die Entwicklung wurde sehr schön auf dem Video Evolver: The making of Youthanasia” mitgeschnitten, welches 1995 veröffentlicht wurde.

Nach 8 Monaten im Studio erschien Youthanasia im November 1994 und stieg direkt auf Platz 4 der US Charts ein. In Kanada erreichte das Album am Tag der Veröffentlichung Goldstatus und wurde in den USA 2 Monate später mit Platin ausgezeichnet. Für die visuelle Gestaltung des Albums engagierte man den Fashion Fotografen Richard Avedon um das Image der Band “aufzuwerten”, wie es hieß. Zur Promotion des Albums spielte man ein Halloween Konzert in New York City mit dem Titel “Night of the living Megadeth”, welches auf MTV live übertragen wurde. Abgerundet wurde das Ganze mit 2 Auftritten in der Late Show mit David Letterman, wo man Train of consequences und A Tout Le Monde zum Besten gab.

MTV weigerte sich jedoch das Musik-Video von “A Tout Le monde” zu spielen, da die Texte als Selbstmordgefährdend eingestuft wurden, was an einer Fehlinterpretation lag. Mustaine erklärte später, dass der Song aus Sicht eines sterbenden Mannes geschrieben ist, der sich in seinen letzten Worten von seiner Familie verabschiedet. Kontroverse und falsch interpretierte Texte hatten für Megadeth oft ähnliche Auswirkungen. So wurde auch das Video zu “In My Darkest Hour” von MTV ähnlich eingestuft. Die Videos zu “Skin On My Teeth” und “Symphony of Destruction” waren laut MTV schlichtweg zu extrem.

Eine 11 Monate andauernde Tour begann im November 1994 in Südamerika. 1995 spielten Megadeth zusammen mit Corrosion of Conformity, Korn und Fear Factory in Europa. Im Januar 1995 erschien dann mit “Diadem” ein Megadeth Song auf dem Soundtrack des Filmes “Demon Knight” und im Juli des gleichen Jahres veröffentlichte man mit Hidden Treasures eine Compilation die bis dato veröffentlichte Soundtracks und Tributsongs enthielt.


CRYPTIC WRITINGS


Nach der exzessiven Youthanasia Tour zog sich die Band Ende 1995 etwas zurück. Mustaine begann die Arbeiten an einem Soloprojekt, mit dem Titel MD.45 zusammen mit Sänger Lee Vingof Fear und Drummer Jimmy DeGrasso, welcher zuvor mit Alice Cooper auf Tour war. Marty Friedman baute sich ein Studio in seinem neuen Zuhause in Phoenix und beendete sein 4. Solo Album welches im April 1996 veröffentlicht wurde.

Im September 1996 gingen Megadeth nach London um an Songs für Ihr nächstes Album zu arbeiten. Der Songwriting Prozess wurde dabei stark von Manager Bud Prager beeinflusst, der seine musikalischen Ideen und Lyrics einfließen ließ. Mustaine später über Pragers Input: “Ich dachte der Typ könnte mir dabei behilflich sein, dieses nicht greifbare Nummer 1 Album zu schreiben, welches ich unbedingt wollte.” Das Album wurde zusammen mit Country Pop Produzent Dann Huff aufgenommen, den Mustaine 1990 zum ersten Mal traf.

Cryptic Writings erschien im Juni 1997 und schaffte es auch dieses Mal nur auf Platz 10 der US Charts zur Enttäuschung von Mustaine. Dennoch wurde es erneut ein großer kommerzieller Erfolg für die Band. Mit der Singleauskopplung Trust konnte man auf Platz 5 der Mainstream Rock Charts landen und im Jahr 1998 gewann die Band einen Grammy für die beste Metal Performance. Obwohl sämtliche 5 Singleauskopplungen in die Top 20 der Mainstream Rock Charts einstiegen, wurde das Album gemischt von der Presse aufgenommen. Die Los Angeles Times bezeichnete das Album als mitreißenden Mix aus alten und experimentellen Songs. Mustaine gab als Zielsetzung einen Mix aus aggressiven, radiotauglichen und melodischen Songs aus, mit jeweils einem Drittel Anteil an der Spiellänge.

Nach mehr als einem Jahr Bühnenabstinenz zogen Megadeth im Juni 1997 wieder durch die Welt, dieses Mal zusammen mit den Misfits, Life of Agony und Coal Chamber. Im Juli 1998 ging die Band zusammen mit dem Ozzfest auf Tour. Während der Tour verlies Nick Menza die Band, da in seinem Knie ein Tumor entdeckt wurde. Er wurde durch Jimmy DeGrasso ersetzt, der zuvor bereits mit Dave ein Nebenprojekt aufgenommen hatte. Obwohl es zunächst als Interimslösung gedacht war, ersetzte DeGrasso Menza letztendlich vollständig. Mustaine gab dazu später zu Protokoll, dass er Menza nicht glaubte, dass er sich wegen eines Tumors behandeln lassen musste.


RISK


Als Folge des kommerziellen Erfolgs der Cryptic Writings entschloss man sich dazu im Januar 1999 erneut mit Dann Huff an Ihrem 8. Studio-Album zu arbeiten und die Öffnung zu radiotauglicheren Songs auf die Spitze zu treiben. Auch Manager Bud Prager wurde erneut in den Songwrtiting Prozess eingebunden und bekam dieses Mal sogar Credits für die Mitwirkung an 5 der 12 Songs. Mit der großen Erwaltungshaltung im Nacken, gelang es Prager ebenfalls Mustaine davon zu überzeugen Produzent Dann Huff noch mehr Einfluss auf das Album nehmen zu lassen, eine Entscheidung die Mustaine später bereuen sollte.

Risk wurde im August 1999 veröffentlicht und war ein kommerzieller Reinfall der zudem viele langjährige Fans verschreckte. Risk wurde ein sehr poplastiges Album, welches im Wesentlichen keinen Metal mehr enthielt. Mustaine dazu später: “Wir haben mit Risk den absoluten Tiefpunkt unserer Karriere erreicht und ich schwor mir darauf wieder zurück zu unseren Wurzeln zu kehren.” Trotz all der Kritik wurde das Album in den USA noch mit Gold ausgezeichnet und erreichte mit der Single “Crush Em”, welche häufig bei Wrestling und NHL Events beim Einmarsch der Athleten genutzt wurde, kleine Erfolge.

Am 22 Juli verstarb Gar Samuelson an einem Leberversagen. Der Drummer der Gründungsjahre wurde nur 41 Jahre alt. 3 Tage nach seinem Tod, widmete Mustaine ihm den Song Peace Sells But Whos Buying beim Woodstock Festival 1999.

Die darauf folgende Tour zusammen mit Iron Maiden wurde durch die Nachricht erschüttert, dass Friedman die Band verlassen würde. Er gab musikalische Differenzen als Trennungsgrund an. Mustaine dazu später: “Ich habe Marty gesagt, dass wir zurück zu unseren Wurzeln gehen müssen und er hat daraufhin hingeworfen” Im Januar 2000 wurde Marty Friedman durch Al Pitrelli ersetzt, der sich zuvor bei Savatage seine Sporen verdiente.


THE WORLD NEEDS A HERO


Nach 15 gemeinsamen Jahren mit dem Label Capitol Records entschloss man sich im Juli 2000, aufgrund von Spannungen, das Label zu verlassen. Kurz darauf erschien das Best Of Album “Capitol Punishment: the Megadeth Years” mit 2 zuvor geschriebenen neuen Songs “Kill The King” und “Dread and the Fugitive Mind”. Im November 2000 unterschrieb man bei Sanctuary Records einen neuen Plattenvertrag und beendete im Oktober die Arbeiten an “The World Needs A Hero”. Als Reaktion auf die negativen Kritiken der Risk, feuerte Mustaine ebenfalls Bud Prager und produzierte das Album in Eigenregie. Die Songs des Albums schrieb Mustaine ebenfalls alleine, ausgenommen von Promises, welches auch Arrangements von Pitrelli enthielt.

The World Needs A Hero erschien im Mai 2001 und stieg auf Platz 16 der US-Charts ein. Das Album markierte Megadeths Rückbesinnung auf einen aggressiveren Sound, konnte jedoch die hohen Erwartungen der Kritiker nicht erfüllen. Im Anschluss ging man als Support Act für AC/DC auf Tour und startete im September eine Tour zusammen mit Iced Earth und Endo. Die Tour musste jedoch schnell, aufgrund der Anschläge vom 11. September, abgebrochen werden. Hiervon betroffen waren auch angesetzte DVD Aufnahmen bei einem Konzert in Buenos Aires. Die Band spielte stattdessen am 16. Und 17. November Konzerte in Phoenix, welche später als Rude Awakening auf DVD veröffentlicht werden sollten und den ersten richtigen Live Mitschnitt der Band darstellten.


DIE AUFLOESUNG


Im Januar 2002 musste Mustaine ins Krankenhaus um sich Nierensteine entfernen zu lassen. Die Schmerzmedikamente verursachten bei Mustaine einen Rückfall in seine Drogensucht, woraufhin er sich im Anschluss direkt in Behandlung begab. Während der Therapie erlitt Mustaine darüber hinaus eine sonderbare Nervenerkrankung, die beim unglücklichen Einschlafen auf seinem linken Arm entstand. Die später diagnostizierte Nervenkrankheit, machte es ihm unmöglich mit seiner linken Hand zu greifen oder nur eine Faust zu machen.

Am 3. April verkündete Mustaine daraufhin die Auflösung der Band, da es ihm unmöglich wurde weiter Gitarre zu spielen. In den darauffolgenden Monaten unterzog sich Mustaine einer intensiven Therapie, die es Ihm ermöglichte seine Fähigkeiten langsam zurück zu gewinnen.

Um den Vertrag mit Sanctuary Records zu erfüllen wurde mit “Still Alive… and well?” eine recht witzlose Compilation veröffentlicht, die einige live Aufnahmen von dem Konzert in Phoenix sowie Studio Aufnahmen der “The World Needs A Hero” enthielt.


THE SYSTEM HAS FAILED


Im Anschluss an nahezu ein Jahr der Genesung mit Physio- und Elektroschock-Therapien begann Mustaine die Arbeiten an dem, was sein erstes Solo Album hätte werden sollen. Das Material wurde mit den Session Musikern Vinnie Colaluta und Jimmie Lee Sloas im Oktober 2003 aufgenommen. Vertragliche Verpflichtungen mit dem europäischen Label EMI resultierten jedoch in ein Release als offizielles Megadeth Album.

Mustaine musste also die Band reformieren und trat dazu in Kontakt mit dem Fan-Lieblingslineup zu Rust In Peace Zeiten. Während Drummer Nick Menza einer Zusammenarbeit zustimmte, scheiterte eine Einigung mit Ellefson und Friedman an vertraglichen Details. Auch Menza wurde dann kurz nach Beginn der ersten Rehearsals nach Hause geschickt, da Mustaine Ihn nicht dazu in der Lage sah eine längere
Megadeth - The System Has Failed
Megadeth - The System Has Failed
Tour durchzustehen. Chris Poland, der Gitarrist der frühen Megadeth Alben wurde als Session Musiker engagiert und steuerte dem Album einige Soli bei, wollte sich jedoch weiterhin seinem Jazz Fusion Projekt widmen und war daher nicht für eine längerfristige Lösung zu haben.

The System Has Failed wurde schließlich im September 2004 veröffentlicht und wurde von Kritikern als Rückbesinnung auf alte Werte gefeiert. Das Revolver Magazin titelte zum Beispiel mit “Megadeths rachedurstigstem, melanchoschistem und musikalisch komplexestem Werk seit Countdown To Extinction”. Das Album vollzog ein Rückkehr zum frühen Sound der Band, so schrieb Amy Sciarretto vom CMJ New Music Report: “Das Album enthält Neo-Thrash Riffing mit messerscharfen politischen Lyrics.” Das Album debütierte auf Platz 18 der US Charts und wurde angeführt von der Single Auskopplung Die Dead Enough welche Platz 21 der US Mainstream Rock Charts erreichte. Mustaine kuendigte an, dass es das letzte Megadeth Album sei und von einer Abschiedstournee begleitet werden sollte, um sich daraufhin seiner Solokarriere zu widmen.

Die Blackmail the Universe Tour startete im Oktober 2004 zusammen mit James McDonougham von Iced Earth am Bass, Glen Drover von Eidolon an der Gitarre sowie seinem Bruder Shawn Drover am Schlagzeug. Man tourte zusammen mit Exodus durch die US und mit Diamond Head und Dungeon durch Europa.

Im Juni 2005 erschien über Capitol Records erneut ein Best Of Album mit dem Titel “Greatest Hits: Back To the Start” welches Remixes und neu gemasterte Versionen einiger Songs enthielt die zuvor auf Capitol Records veröffentlicht wurden.

Neben neugewonnener Anerkennung in der Metal Szene im Zuge der Veröffentlichung von The System Has Failed, sah sich Mustaine erneut mit seiner Vergangenheit als früher Leadgitarrist von Metallica konfrontiert. Die Band lud Mustaine im Zuge Ihrer Band-Doku “Some Kind Of Monster” ein, um wie es hieß die Streitereien zwischen den Bands zu schlichten und zu einem normalen Verhältnis zurückzukehren. Mustaine hatte Metallica zuvor in unzähligen Interviews gedisst und dafür kritisiert, wie er die Band verlassen musste und dass er für sein Mitwirken an Songs von Kill Em All und Ride The Lightning keine Credits erhielt. Eine Szene in der Doku “Some Kind Of Monster” greift dieses Schlichtungsgespräch auf, mit dessen Veröffentlichung sich Mustaine jedoch nicht einverstanden erklärte, da er sich ins falsche Licht gerückt fühlte und nach seinen Aussagen der Ausschnitt nicht vollständig darstellt was während des Meetings wirklich passierte.

Mit einem weiteren ehemaligen Band-Kollegen befand sich Mustaine zu dieser Zeit ebenfalls im Streit: David Ellefson verklagte Mustaine vor einem New Yorker Gericht auf 18,5 Millionen USD Schadensersatz mit dem Vorwurf, Mustaine würde Ihn um Einnahmen aus Merchandise Verkäufen und Songrechten bringen. Die Klage wurde 2005 abgewiesen und Mustaine reichte eine Gegenklage ein, die Ellefson Vorwurf den Bandnamen für Werbung von Equipment Firmen zu verwenden. Bei dieser Klage kam es zu einer außergerichtlichen Einigung.


GIGANTOUR


Mitte 2005 organisierte Mustaine die jährliche Heavy Metal Festival Tour “Gigantour”. Megadeth headlineten das Festival und wurden von anderen Acts wie Dream Theater, Nevermore, Anthrax und Fear Factory unterstützt. Die Auftritte in Vancouver und Montreal wurden zusätzlich gefilmt und im Frühjahr 2006 in einem CD / DVD Boxset veröffentlicht. Am 9. Oktober verkündete Mustaine schließlich beim Pepsi Music Rock Festival in Buenos Aires vor 25.000 Fans, dass Megadeth weiterhin touren und Alben veröffentlichen werden. Das Konzert wurde auch gefilmt und später unter dem Titel “That One Night: Live in Buenos Aires” veröffentlicht.

Im Februar 2006 verließ James McDonough aufgrund persönlicher Differenzen mit Mustaine die Band. Er wurde durch James LoMenzo ersetzt, der zuvor unter anderem mit David Lee Roth, White Lion und Black Label Society gearbeitet hatte.

Im März 2006 erschien mit “Arsenal of Megadeth” über Capitol Records eine 2 DVD starke Compilation mit Archivaufnahmen der Band wie Interviews, Live Shows und viele Musik Videos der Band.


UNITED ABOMINATIONS


Im Mai 2007 löste Mustaine sein Versprechen schließlich ein und es erschien mit United Abominations das 11. Studio Album der Band. Es war das erste Megadeth-Album in neuer Konstellation und stieg umgehend auf Platz 8 der US-Charts ein. Es enthielt mit “A Tout Le Monde (Set Me Free) auch ein Remake des Youthanasia Klassikers, welcher in Kollaboration mit Lacuna Coil Sängerin Cristina Scabbia aufgenommen wurde.

Im Januar 2008 gab Glen Drover bekannt, dass er die Band verlassen werde, da er keine Lust mehr auf das exzessive Touren habe und lieber mehr Zeit mit der Familie verbringen würde. Auch Streitereien mit Bandkollegen sollen ausschlaggebend gewesen sein. Drover wurde durch Chris Broderick ersetzt, der zuvor mit Nevermore und Jag Panzer arbeitete und von Mustaine kurzum als “bester Megadeth Gitarrist aller Zeiten” betitelt wurde.


ENDGAME + THIRTEEN + SUPER COLLIDER


Ganz im Gegenteil zu seinen ehemaligen Bandkollegen von Metallica veröffentlichte Megadave mit seinen wechselnden Mitstreitern ab 2009 ein Album nach dem Anderen und sah sich dabei sogar einem gewissen Zeitdruck ausgesetzt wie er später in einem Interview erzählte: “Der Tod von Jeff Hanneman führt einem gewissermaßen seine eigene Sterblichkeit vor Augen. Ihr wisst, Zeit ist kurz und niemand weiß wie lange er leben wird. Ihr seht was mit Jeff passiert ist, ich möchte daher so viele Songs schreiben wie möglich, so lange ich es kann.”

Im Mai 2009 erschien mit Endgame das 12. Megadeth Album, welches mit dem Song “Head Crusher” im Folgejahr für den Grammy im Bereich Best Metal Performance nominiert wurde.

In 2010 feierte die Band den 20. Geburtstag der “Rust In Peace” und spielte das komplette Album auf Ihren Konzerten. Der Auftritt in Los Angeles wurde dabei gefilmt und erschien später als “Rust In Peace Live” auf DVD. Kurz vor Tourbeginn konnten auch Mustaine und Ellefson Ihre Streitigkeiten beilegen. Ellefson, der längste Mitstreiter von Mustaine, ersetzte LoMenzo, der sich zuvor mit Mustaine Überworfen hatte.

Zusammen mit Metallica, Slayer und Anthrax spielten Megadeth als die “Big 4” des Thrash Metal bekannten Bands einige Konzerte in Europa. Der Auftritt in Sofia wurde sogar gefilmt und später als “The Big Four: Live From Sofia, Bulgaria” als Blu-Ray und DVD veröffentlicht. Kurze Zeit später erschien mit “Sudden Death” ein Song der explizit für die Guitar Hero: Warriors Of Rock Spiel-Serie geschrieben wurde. Auch für diesen Song wurden Megadeth wieder mit einem Grammy im Bereich Metal nominiert.

Das folgende Album, dass wie der Titel “Thirteen” bereits verrät das 13. der Band war, wurde von Johnny K. produziert und erschien im November 2011. Es stieg auf Platz 11 der US-Charts ein und wurde mit der Singleauskopplung “Public enemy No 1” erneut für einen Grammy nominiert. Doch wie so oft zuvor gewannen Megadeth auch dieses Mal nicht. 2012 folgte eine Neuauflage der Gigantour zusammen mit Motörhead, Volbeat und Lacuna Coil.

Das vorerst letzte Werk der Band erschien im Juni 2013 und landete direkt auf Platz 6 der US-Charts. Die Reaktionen auf das Album fielen jedoch durchweg kritisch aus.

Ende 2014 verkündeten Drover und Broderick Ihren Ausstieg bei Megadeth. Für Drover wurde mit Chris Adler Ersatz im Hause Lamb Of God gefunden und für Broderick ist man aktuell noch auf der Suche nach einem Nachfolger. Das 15. Album soll aber bereits in der Entstehung sein.

Megadeth haben in Ihrer Karriere weltweit weit über 50 Millionen Platten verkauft und sind eine der wenigen US-Metal Bands der Achtziger die großen kommerziellen Erfolg feiern konnten. Neben Metallica, Slayer und Anthrax gelten Megadeth als Begründer und prominenteste Vertreter der Thrash Metal Bewegung.

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To Be Continued!!! Solltet ihr irgendwelche Fehler entdecken, sei es grammatikalischer oder inhaltlicher Natur, oder wenn ihr einfach Informationen hinzufügen wollt, dann sendet hier eure Kommentare

Wer an einer detaillierteren Biografie interessiert ist, der sollte sich unbedingt die offizielle Autobiografie von Dave Mustaine zulegen. Auch wenn natürlich nur aus Sicht von Megadave geschrieben, erhält man doch einen guten Einblick in die Band und in das was Mustaine immer wieder antreibt, seien es Rache, Drogen oder neuerdings der Allmächtige im Himmel:

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